Das gesetzlich Versicherte im nächsten Jahr tiefer
in die Tasche greifen müssen, ist ein Thema quer durch alle
Medien. Aber welcher gesetzlich Versicherte kennt schon die Einflussfaktoren,
die in Summe zu den horrenden Beitragssteigerungen führen?
m Interesse unserer Kunden haben wir aus diversen Pressemeldungen
die wichtigsten Fakten zusammengeführt, damit in etwa nachvollziehbar
ist, was nächstes Jahr auf sie zukommt:
Der Blick auf den Beitragsbescheid der gesetzlichen
Krankenkasse wird freiwillig Versicherten im kommenden Jahr wie ein
Griff in die Geldbörse vorkommen: Denn durch die Gesundheitsreform
werden sie überproportional belastet und müssen mit Mehrbeiträgen
von bis zu 25 Prozent rechnen.
Der Beitrag für freiwillig gesetzlich Versicherte
wird durch drei Faktoren nach oben getrieben:
• Der Beitragssatz wird voraussichtlich auf 15,6 Prozent steigen – die
günstigste gesetzliche Krankenkasse liegt heute bei 13,3 Prozent. „Allein
dadurch steigt der Höchstbeitrag von rund 478 Euro auf knapp 562 Euro im
Monat“.
• Eine gesetzliche Krankenkasse darf außerdem ab 2009 einen Zusatzbeitrag
von bis zu einem Prozent der Beitragsbemessungsgrenze erheben, wenn sie mit den
Mitteln aus dem Gesundheitsfond nicht auskommt. Bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen
von 50.000 Euro bedeutet dies eine monatliche Zusatzbelastung von 36 Euro (ein
Prozent von 43.200 = 432,00 Euro im Jahr = 36,00 Euro/Monat).
• Es kann aber noch teurer werden: Denn der Gesetzgeber entscheidet erst
im November über die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für 2009.
So ist seit 1970 der durchschnittliche Beitragssatz für die gesetzliche
Krankenversicherung von 8,2 auf 13,9 Prozent gestiegen (+ 69 Prozent); im gleichen
Zeitraum hat sich die Beitragsbemessungsgrenze aber von 614 Euro auf 3.600 Euro
mehr als verfünffacht (+ 586 Prozent).
Eine Überlegung für alle freiwillig gesetzlich Versicherten: Der
Wechsel in die private Krankenversicherung. „Sie ermöglicht hochwertige
medizinische Leistungen und bietet kalkulierbare Beiträge, die nicht vom
Gehalt und politischer Willkür abhängig sind". Freiwillig Versicherte
können ihren gesetzlichen Schutz in diesem Jahr noch kündigen und
zu einem privaten Anbieter wechseln.
|