Service und Leistung ein Leben lang

 
 

 

 
 
   

Megatrend Pflege

 
   
     
   

Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht langfristig nicht aus, um die finanziellen Risiken für den Pflegefall abzudecken

   
     
   

Steigende Lebenserwartung, mehr Pflegefälle. Rund 2,2 Millionen Menschen sind heute auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung angewiesen. Im Jahr 2050 rechnen Experten mit bis zu 4,7 Millionen Pflegebedürftigen. Trend zum Heim. Vor allem die Zahl der Pflegebedürftigen im Heim wird zunehmen.

Gegenwärtig gibt es rund 700 000 Pflegeheimbewohner. Gleichzeitig wird die Bereitschaft zur Pflege im häuslichen Umfeld weiter abnehmen. „Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl der Pflegebedürftigen im Heim eine Million erreichen“, prognostiziert Reinhold Schnabel, Professor an der Universität Duisburg-Essen, in der Studie „Zukunft der Pflege“. Hohe Kosten. Die Unterbringung im Heim ist teuer. Kosten von 2500 bis 3500 Euro im Monat zehren rasch die Ersparnisse der Betroffenen und ggf. ihrer Kinder auf. Außerdem dürften die Pflegekosten mit der Zahl der Heimbewohner dramatisch steigen.

Die Reform der Pflegeversicherung mit höheren Beiträgen seit 1. Juli 2008 und nur geringfügig verbesserten Leistungen vor allem im ambulanten Bereich verschafft der Politik nur bis maximal 2015 finanziell Luft. „Die Politiker verkaufen die staatliche Pflegeversicherung als Vollkaskoversicherung". Damit werde die Erwartung geweckt, dass die Versicherung alles zahlt. Ein fataler Irrtum! Finanzielle Polster können mit der Anhebung der Beiträge nicht gebildet werden. „Etwa die Hälfte des zusätzlich eingenommenen Geldes muss zur Finanzierung der Leistungsverbesserungen verwendet werden. Mit dem Rest werden bis etwa 2015 Löcher in den Kassen gestopft".

120 000 Euro Vorsorgelücke. Die Argumente sind stichhaltig. Erhebliche finanzielle Risiken ergeben sich vor allem in Pflegestufe II und III. Die Differenz zwischen den tatsächlichen Pflegekosten und den Leistungen aus der Pflichtversicherung muss der Pflegebedürftige selbst finanzieren. Reicht das Geld nicht, springt die Sozialhilfe ein. Bereits heute ist jeder vierte Pflegeheimbewohner auf Geld vom Sozialamt angewiesen. Das prüft allerdings, ob bei Verwandten etwas zu holen ist. Unterhaltspflichtig sind Eltern, Ehepartner und Kinder des Pflegebedürftigen. Nach Berechnungen der Universa auf Basis der durchschnittlichen Pflegedauer und der durchschnittlichen Kosten ergibt sich für einen Mann (Jahrgang 1960) ein Kostenrisiko zwischen 80 000 und 120 000 Euro. Deshalb ist der Abschluss einer Zusatzpolice gerade für mittlere und höhere Einkommensklassen unerlässlich.